Christiane Wähner

Klinik für Gerontopsychiatrie

Chefärztin Fr. Christiane Wähner

E-Mail info@augusta-bochum.de

Tel. +49(0)234/517-4201 | Fax +49(0)234/517-4203

Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26
44791 Bochum



Die Klinik für Gerontopsychiatrie sieht ihre Aufgabe in der Behandlung von psychischen Störungen und Erkrankungen des mittleren und höheren Lebensalters. Im Mittelpunkt steht eine ganzheitlicher Versorgungsansatz.


Medizinisches Leistungsspektrum der Fachabteilung:

  • Ganzheitlicher Versorgungsansatz, d.h. Behandlung und Berücksichtigung seelischer, sozialer und körperlicher Ursachen psychiatrischer Erkrankungen in höherem Lebensalter.
  • Behandlung aller psychiatrischen Erkrankungen der zweiten Lebenshälfte,Depressionen, z.B. nach Verlusterlebnissen, paranoide Psychosen, organische Psychosyndrome, Demenzen.
  • Pflichtversorgung für den Bochumer Süd-Westen für ältere Patienten. Hier werden auch Menschen behandelt, die gegen ihren Willen eingewiesen werden. Über 99% unserer Patienten begeben sich freiwillig in unsere Behandlung.
  • Die Therapie findet auf zwei Stationen statt. Auf der Station mit 20 Plätzen werden Patienten mit Depressionen, reaktiven Störungen, Psychosen, Angst- und neurotischen Symptomen behandelt. Die kleinere Station mit 10 Betten widmet sich ausschließlich der Behandlung Demenzerkrankter.
  • Die Diagnosestellung und Behandlung erfolgt unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes, insbesondere der Familie, die regelmäßig zu „Familienvisiten“ eingeladen wird, um gemeinsam mit dem Patienten und seiner Familie und dem multiprofessionellen Team der Klinik ein individuelles Therapiekonzept zu entwickeln. Ebenso werden Iebensgeschichtliche Hintergründe und psychodynamische Gesichtspunkte in die Therapie mit einbezogen.
  • Unter Einbeziehung der anderen Fachärzte der Augusta-Kranken-Anstalt, insbesondere der geriatrischen Kollegen im selben Hause, erfolgt darüber hinaus eine differenzierte Abklärung körperlicher Miterkrankungen sowie möglicher körperlicher Ursachen seelischer Erkrankungen. Die Diagnostik erfolgt nach sozialpsychiatrischen, psychodynamischen und biopsychiatrischen Erkenntnissen und Ansätzen.
  • Die Therapie umfasst sowohl psychopharmakologische, wie auch psychotherapeutische und soziotherapeutische Inhalte.
  • Tägliche Arztkontakte, auch an Wochenenden und Feiertagen, in Form von Visiten und Einzelgesprächen, sowie ärztlich geleitete Therapiegruppen.
  • Familienvisiten finden auf beiden Stationen unter Leitung der Oberärztin statt, die eine systemisch-familientherapeutische Qualifikation besitzt.
  • Die Pflegekräfte arbeiten nach dem Konzept der Bezugspflege: Jeder Patient hat „seinen“ pflegerischen Ansprechpartner, der die medizinische und pflegerische Grundversorgung übernimmt. Darüber hinaus übernimmt leistet er nach indivuduell erstellter Pflegeplanung auch soziale Hilfestellung. Er begleitet Patienten zu Hausbesuchen und übt mit ihnen lebenspraktische Fähigkeiten ein, z.B. Einkäufe, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Pflege berät, begleitet und motiviert die Patienten. Außerdem gestaltet sie auch die Modalitäten bei Übeleitung in die häusliche Umgebung, ins betreute Wohnen oder ins Seniorenheim und organisiert gemeinsam mit Ärzten und Sozialarbeitern die weitere Versorgung, wie ambulante pflegerische und ärztlich- ambulante Weiterbehandlung.
  • Die Ergotherapeuten bieten Hirnleistungstraining, Werkgruppen und Einzelwerken an. Zudem gibt es Projektgruppen, in denen häusliche Fähigkeiten, wie Kochen, Backen etc. eingeübt werden. Außerdem begleiten die Ergotherapeuten Patienten zu sogenannten Außenaktivitäten, wie ein gemeinsamer Besuch eines Museums, einer Nachbarstadt oder ein gemeinsames auswärtiges Essen, und leisten damit einen Beitrag zur „Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
  • Die Sozialarbeiter beraten Patienten und Angehörige in sozialer Hinsicht: Sie sind behilflich bei der Beantragung von Pflegestufen, bei Heimanmeldungen und organisieren gemeinsam mit der Pflege den Ubergang in die häusliche Umgebung. Außerdem leiten sie eine Gruppe, die sich mit dem aktuellen Tagesgeschehen — Presseschau - auseinander setzt.
  • Die Physiotherapeuten bieten regelmäßige Bewegungsgruppen für alle Patienten der Stationen an. Für die meisten Patienten wird darüber hinaus eine individuell abgestimmte physiotherapeutische Behandlung eingeleitet. Dazu gehören Gangübungen drinnen und draußen, Treppensteigen, Bewegungsbad, beaufsichtiges Schwimmen, Fangopackungen, Massagen und ein Leistungstraining.
  • Übergaben finden an jedem Morgen unter Beteiligung aller Berufsgruppen statt. Mittags folgt eine Übergabe im Pflegeteam. Einmal in der Woche treffen sich alle Berufsgruppen unter fachärztlicher Supervision der Chefärztin, um Behandlungspläne für die Patienten zu erstellen, bisherige Behandlungsergebnisse kritisch zu bewerten und das weitere Vorgehen abzustimmen.


Besondere Versorgungsschwerpunkte der Fachabteilung:

  • Reintegration in das alte oder in ein den therapeutischen Notwendigkeiten angepasstes soziales Umfeld. Dazu dienen Familienvisiten, die Angehörigengruppe, lebenspraktische Übungen und der intensive Kontakt zu zwei psychiatrischen Pflegeeinrichtungen sowie zur eigenen Institutsambulanz und den niedergelassenen Fach- und Hausärzten.
  • Differenzierte diagnostische Abklärung der psychiatrischen Symptomatik und körperlicher Begleiterkrankungen sowie körperlicher, seelischer und sozialer Ursachen psychischer Störungen.
  • Vernetzung mit ambulanten und stationären Versorgungseinrichtungen (Koordinierte Kooperation).


Weitere Leistungsangebote der Fachabteilung:

  • Institutsambulanz zur ambulanten Behandlung von Patienten aller Kassen. Zulassung zweier Fachkollegen zur psychotherapeutischen Behandlung. Gedächtnissprechstunde zur Abklärung beginnender Hirnleistungsstörungen,ambulante Untersuchung und Testung der Hirnleistungsfähigkeit und diagnostische und therapeutische Empfehlungen an den überweisenden Arzt.
  • Angehörigengruppe für Angehörige psychisch kranker Menschen.
  • Psychiatrischer Konsiliar- und Liaisondienst für die anderen Fachabteilunge,psychiatrische Erkrankungen und seelische Reaktionen auf körperliche Erkrankungen und belastende Lebensereignisse werden schon bei einem Aufenthalt in den anderen Kliniken diagnostiziert und in die Behandlung mit einbezogen, um einem ganzheitlichen Behandlungskonzep Rechnung zu tragen.
  • Altentagesstätte „Berg und Tal“, ein Angebot für Menschen über 60, um Kontakte zu knüpfen zur geistigen Anregung, gegen die Einsamkeit. Es werden Unternehmungen verabredet, es gibt Gespräche, ein gemeinsames Essen und ergotherapeutische Angebote.
  • Arbeitskreis „Geriatrie, Gerontopsychiatrie, Altenpflege“, in dem sich Geriater, Gerontopsychiater, Mitarbeiter aus ambulanten und stationären Pflegeeinrich-tungen zum Erfahrungsaustausch und zur Fortbildung treffen.

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