Dr. Gerhard K. Schlosser

Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Chefarzt Dr. med. Gerhard K. Schlosser

E-Mail schlosser@krankenhaus-hattingen.de

Tel. +49(0)2324/502-451 | Fax +49(0)2324/502-496

Öffnungszeiten Sekretariat:
Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Evangelisches Krankenhaus Hattingen
Bredenscheider Str. 54
45525 Hattingen



Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Die Anästhesiologische Klinik des Evangelischen Krankenhauses Hattingen versorgt im Rahmen der Tätigkeitsschwerpunkte Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie fachübergreifend Patienten aller Kliniken des Krankenhauses.

Anästhesie:
Pro Jahr werden ca. 6.500 Anästhesien in 6 Operationssälen durchgeführt. Dabei kommen die verschiedensten Anästhesieverfahren unter Nutzung der heute zur Verfügung stehenden Überwachungsmöglichkeiten zur Anwendung. Hierzu gehören Vollnarkosen mit unterschiedlichen Medikamenten, rückenmarksnahe Leitungsanästhesien (Spinal- und Periduralanästhesie), Kombinationen aus Allgemeinanästhesie und Periduralanästhesie sowie Nervenblockaden der Extremitäten. Dies ermöglicht die Behandlung aller Patienten, vom Säugling bis zum Greis, vom Gesunden bis zum Schwerkranken. Ein Teil der Narkosen wird ambulant durchgeführt, das heißt der Patient kann nach der Operation in Narkose und einer kurzen Überwachungszeit nach Hause entlassen werden.

Intensivmedizin:
Die Intensivstation steht unter anästhesiologischer Leitung. In den derzeit 8 Intensivbetten werden intensivpflichtige Patienten aller Fachrichtungen betreut. In Kooperation mit den anderen Kliniken des Krankenhauses werden auf dieser Station ca. 1.000 Patienten pro Jahr behandelt. Dabei werden alle heute üblichen modernen Beatmungsverfahren und Kreislauf unterstützenden Maßnahmen eingesetzt. Zum intensivmedizinischen Diagnostik- und Behandlungsrepertoire gehören die Ultraschalldiagnostik von Herz-, Gefäß- und Bauchorganerkrankungen, therapeutische und diagnostische Lungenspiegelungen (Bronchoskopien) und die Spiegelung des gesamten Magen-Darm-Traktes, sowie die Blutwäsche (Dialyse).

Notfallmedizin:
Eine weitere Aufgabe ist die Koordination der Behandlung von Notfallpatienten im Schockraum und im gesamten Krankenhaus. Über die notfallmedizinische Versorgung im Krankenhaus hinaus beteiligt sich die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin an der Organisation und Besetzung des Notarzteinsatzfahrzeuges der Stadt Hattingen. Mit der Stellung von mehreren aktiven Leitenden Notärzten ist die Klinik in das System des Leitenden Notarztes für den Ennepe-Ruhr-Kreis eingebunden. Ein Leitender Notarzt kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein so genannter Massenanfall von Patienten (z.B. Verkehrsunfall mit zahlreichen Verletzten) eingetreten ist.

Schmerztherapie:
Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit mit den chirurgischen Kliniken des Hauses erbringt die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin einen 24-Stunden-Schmerzservice. Ziel ist das „schmerzfreie Krankenhaus“, d.h. kein Patient in unserem Krankenhaus sollte Schmerzen erdulden müssen. Hierbei kommen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung: z.B. Medikamentengabe über Schmerzkatheter (Peridural, Spinal, etc.), Patientenkontrollierte Medikamentenpumpen.

Weitere Tätigkeitsfelder:

  • Blutbank: Lagerung und Bereitstellung von Blutkonserven und Blutpräparaten für das gesamte Krankenhaus
  • Ausbildung von Medizinstudenten der Ruhr-Universität Bochum
  • Externe überregionale Schulungen zu Notfallmedizin in Praxen
  • Humanitäre Hilfseinsätze in der Dritten Welt zur Operation von Kindern


Medizinisches Leistungsspektrum der Fachabteilung:

Das Team der Klinik für Anästhesie besteht aus einem Chefarzt, vier Oberärzten und 10 Assistenzärzten zu deren Hauptaufgaben die Durchführung von Narkosen (bei zirka 6.500 Patienten pro Jahr) sowie die ärztliche Leitung der interdisziplinären Intensivstation gehören.

OP-Bereich: In insgesamt 6 Operationssälen werden für alle operativen Abteilungen (Bauchchirurgie, Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Orthopädie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Hals-Nasen-Ohrenheilkunde) Narkosen durchgeführt. Hierbei werden Patienten aller Altersgruppen vom Säuglingsalter bis ins hohe Alter versorgt. Den Ansprüchen der unterschiedlichen Fachrichtungen und der Situation des Patienten entsprechend kommen die verschiedensten Narkoseformen zum Einsatz. Hierzu gehören Vollnarkosen mit unterschiedlichen Medikamenten, rückenmarksnahe Leitungsanästhesien (Spinal- und Periduralanästhesie), Kombinationen aus Allgemeinanästhesie und Periduralanästhesie sowie Nervenblockaden der Extremitäten. Ein Teil der Narkosen wird ambulant durchgeführt, das heißt der Patient kann nach der Operation in Narkose und einer sich anschließenden Überwachungszeit nach Hause entlassen werden. Bei diesen Patienten wird eine spritzenpumpengesteuerte Narkose angewandt, die eine schnelle Aufwachzeit und damit eine frühzeitige Entlassung in den häuslichen Bereich des Patienten ermöglicht.

Intensivstation: Der zweite Tätigkeitsschwerpunkt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin ist die ärztliche Leitung der interdisziplinären Intensivstation des Hauses. In den derzeit 8 Betten werden intensivpflichtige Patienten aller Fachrichtungen betreut. Die Intensivstation wird von einem Oberarzt der Klinik für Anästhesie, einem Assistenzarzt sowie derzeit 14 Krankenpflegern und Krankenschwestern versorgt. In Kooperation mit allen anderen Abteilungen des Krankenhauses werden auf dieser Station zur Zeit zirka 1.000 Patienten pro Jahr behandelt, die eine intensivmedizinische Therapie oder Überwachung benötigen. Dabei werden alle heute üblichen modernen Beatmungsverfahren und kreislaufunterstützenden Maßnahmen eingesetzt. Zum intensivmedizinischen Diagnostik- und Behandlungsrepertoire gehören die Ultraschalldiagnostik von Herz-, Gefäß- und Bauchorganerkrankungen, therapeutische und diagnostische Lungenspiegelungen (Bronchoskopien) und die Spiegelung des gesamten MagenDarm-Traktes, sowie die Nierenwäsche (Dialyse), die in Zusammenarbeit mit der im Ambulanten Zentrum niedergelassenen Praxis für Dialyse auf der Intensivstation durchgeführt werden kann.

Patienten- und Angehörigeninformationen können Sie hier erhalten.

Schockraum/Notfallmedizin: Eine weitere Aufgabe der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin ist die Koordination der Behandlung von Patienten im Schockraum und die Notfallversorgung von Patienten im Bettenhaus. Über die notfallmedizinische Versorgung im Krankenhaus hinaus beteiligt sich die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin an der Besetzung des Notarzteinsatzfahrzeuges der Stadt Hattingen. Mit der Stellung von zwei aktiven leitenden Notärzten ist die Klinik in das System des leitenden Notarztes für den Ennepe-Ruhr-Kreis eingebunden. Dieser leitende Notarzt kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein so genannter Massenanfall von Patienten (z.B. Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen, Bus, größere Brände oder Geiselnahmen, etc.) eingetreten ist.

Schmerztherapie: Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit mit den chirurgischen Kliniken des Hauses erbringt die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin einen Schmerzservice. Vor und nach der Operation kümmern sich Mitarbeiter um die Schmerztherapie mit dem Ziel eines möglichst großen Patientenkomforts. Dabei wird dem Patienten nach einem erläuternden Gespräch eine Medikamenten-Pumpe zur Verfügung gestellt, die neben einer kontinuierlichen Schmerzmedikamentengabe den Abruf von zusätzlichen Schmerzmedikamenten durch den Patienten selber (patientenkontrollierte Schmerztherapie) ermöglicht. Außer der Schmerzmedikamentengabe über einen Tropf kommen auch rückenmarksnahe Leitungsanästhesien (Periduralkatheter) zur Anwendung.

Besondere Versorgungsschwerpunkte der Fachabteilung:

A. Schnelle Rehabilitation der Patienten nach einer Operation:
Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin hat sich zur Aufgabe gemacht, moderne Therapiekonzepte im Bereich der perioperativen Medizin zu fördern. Hierbei liegt der Schwerpunkt in einer frühen und schnellen Rehabilitation von Patienten nach Operationen. In halt dieses Konzeptes ist – unterstützt durch eine optimale Schmerztherapie – eine frühe Mobilisation des Patienten nach operativen Eingriffen. Des Weiteren wird angestrebt, Patienten so früh wie möglich Essen und Trinken zu lassen. Hierzu gehört ebenfalls, dass Patienten im Evangelischen Krankenhaus in Hattingen bereits seit mehr als zwei Jahren bis zwei Stunden vor einem operativen Eingriff klare Flüssigkeiten zu sich nehmen können und damit eine – wie sonst häufig üblich – lange Flüssigkeitskarenz als nicht mehr notwendig angesehen wird.

B. Beratung in ernährungsmedizinischen Fragen:
Ein weiterer Versorgungsschwerpunkt ist die Beratung aller Fachabteilungen des Hauses in ernährungsmedizinischen Fragestellungen. Diesem Thema kommt eine immer größere Bedeutung im Rahmen der medizinischen Versorgung von Patienten in Krankenhäusern zu, da Fehl- und Mangelernährung vor und nach der Operation die Komplikationsrate bei der Krankenhausbehandlung deutlich steigern kann.

C. Beratung in Fragen der Antibiotika-Therapie und Hygiene:
Ein weiterer Schwerpunkt wird durch die Beratungen aller Fachabteilungen in Bezug auf Fragen der Antibiotika-Therapie und hygienischer Verhaltensweisen gebildet. Im Krankenhaus erworbene Infektionen haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, so dass es dringend geboten ist, dieser Situation mit Konzepten entgegen zu wirken.

Weitere Leistungsangebote der Fachabteilung:

Über die Versorgung der Patienten des Krankenhauses hinaus ist die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin integriert in die Studentenausbildung der Universität Duisburg-Essen. Des Weiteren werden von der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin rege Fortbildungstätigkeiten im gesamten Bundesgebiet vorgenommen. Schwerpunkt hierbei bilden ernährungsmedizinische Themen, Vorträge im Bereich der Antibiotika-Therapie sowie Veranstaltungen zur Notfallversorgung von Patienten in Praxen von niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen. Darüber hinaus engagieren sich Mitarbeiter der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin in der Organisation und Leitung humanitärer Einsätze in der Dritten Welt, bei denen Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Missbildungen an Händen und Füssen, Zuständen nach schweren Verbrennungen usw. operativ versorgt werden.

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