Dr. Horst Przuntek

Klinik für Neurologie und Neurologische Komplementärmedizin

Chefarzt Prof. Dr. Horst Przuntek

E-Mail przuntek@krankenhaus-hattingen.de

Internet www.modern-medical-opportunities.de

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Evangelisches Krankenhaus Hattingen
Bredenscheider Str. 54
45525 Hattingen



Das Konzept / Die Therapie

Zunehmend mehr Menschen erfahren, dass bei chronischen Erkrankungen konventionelle Methoden alleine nicht ausreichend wirksam sind. Sie verwenden zunehmend mehr komplementärmedizinische Methoden. Komplementärmedizin bedeutet: Zwei medizinische Systeme werden gleichzeitig benutzt, wie zum Beispiel konventionelle Medizin und Ayurveda. Die Ayurveda-Methode wird in diesem Fall ergänzend zur Schulmedizin verwandt. Alternativmedizin besagt: Es wird statt der Schulmedizin ein anderes medizinisches System angewendet. Vor dem Hintergrund einer 5.000 Jahre alten Erfahrung gelingt es, mit komplementärmedizinischen Methoden neue Wege in der Behandlung von Patienten zu gehen. Wir wenden primär schulmedizinische Methoden in der Diagnose und Therapie an und dann zunehmend Verfahren aus der traditionell-indischen Medizin (TIM).

Da vornehmlich Patienten mit motorischen Störungen aufgenommen werden, wie zum Beispiel Morbus Parkinson, Multiple Sklerose und entzündlich vermittelte Polyneuropathien, liegt der Schwerpunkt der Behandlung in der Therapie dieser Patienten. Neben der schulmedizinisch basierten Medikamententherapie wird additiv schwerpunktmäßig die Therapie mit Yoga, Massagen, Krankengymnastik, Ergotherapie, Sporttherapie, Logopädie und Psychotherapie betrieben. Weiterhin erfolgt eine diätetische Ernährung. Es sind an europäische Verhältnisse angepasste ayurvedische Speisen, welche Diäbetes verträglich und gewichtsausgleichend sind. Die Ernährung ist vorwiegend vegetarisch ausgerichtet.

Morbus Parkinson

  • Nach den pathoanatomischen Untersuchungen von H. Braak und K. Del Tredici, den epidemiologischen Untersuchungen von A. Korczyn und den klinischen Klassifizierungen von H. Przuntek, Th. Müller und P. Riederer setzt sich allmählich die Meinung durch, dass der Morbus Parkinson sich frühzeitig im Bereich des Riechorgans und des Magendarmtraktes beginnt. Es wird angenommen, dass die Magendarmstörungen mindestens zwölf Jahre den motorischen Störungen vorausgehen. Dies deckt sich auch mit den Anschauungen der indischen Medizin, die bereits vor zweitausend Jahren neben detoxifizierenden Massnahmen L-Dopa haltige Präparate, Dopaminergica, MAO- B Hemmer, Acetylcholinesterasehemmer und Psyllium als Laxans verordnet haben. Wir greifen die indische Erfahrung auf und behandeln erfolgreich die Riechstörungen und Störungen des Magendarmtraktes. Da allgemein angenommen wird, dass die Mehrzahl der Parkinsonkrankheiten durch eine genetische Komponente und eine chronische Intoxikation zustande kommen, versuchen wir die toxische Komponente anzugehen, zumal die genetische Ursache jetzt nicht behandelbar ist.

Detoxifikation
Da wir davon ausgehen, dass Gifte wesentlich am Zustandekommen von chronischen Erkrankungen beteiligt sind, besteht je nach Diagnose und Therapiebedarf die Detoxifikation mit Massagen, Dampftherapie, therapeutischen Einläufen und Nasenspülungen.

Arbeitsgruppe
Der Arbeitsgruppe auf der Station gehören neben 5 Ärzten, 10 erfahrene Schwestern und Pfleger, 8 Therapeuten und eine Psychologin an.

Behandlungsschwerpunkt
Schwerpunktmäßig betreuen wir Patienten mit extrapyramidalen Störungen, insbesondere Morbus Parkinson. Patienten mit immunologischen Störungen wie Multiple Sklerose, Kollagenosen, entzündlichen Erkrankungen des peripheren Nervensystems, Kopfschmerzen, vor allem chronische Kopfschmerzen, die als therapieresistent erscheinen. Chronische Schmerzen im Bereich der HWS und LWS, darüber hinaus die Behandlung eines akut drohenden Schlaganfalles.

Patienten
Grundsätzlich werden nur Patienten mit neurologischen Erkrankungen aufgenommen, bei denen die Aussicht besteht, dass eine stationäre Betreuung wesentlich zur Besserung in der Befindlichkeit des Patienten beiträgt. Die Patienten werden betreut von vier schulmedizinisch ausgebildeten Ärzten, einem Ayurvedaarzt übernimmt die ayurvedische Konsultation.

Geschichte
Ayurveda ist ein umfassendes, umfangreiches Gesundheitssystem, das auf eine mehr als 6.000 Jahre alte Erfahrung mit der Gesundheit des Menschen beruht. Ayurveda wurde zunächst in den Büchern der indischen Weisheiten den Veden dokumentiert. Ringveda und Atharvavenda sind die ältesten Dokumente. Das ayurvedische Wissen wurde in 3 Textbüchern bis heute überliefert: Charak Samhita 600 a. D., Sushruta Samhita 500 a. D., Astangas Sangraha 600 a. D. Zahlreiche Bücher wurden während der islamischen Invasion in Indien vernichtet. Ein umfängliches praktisches Wissen wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

Definition
Wörtlich übersetzt bedeutet Ayurveda das Wissen vom Leben. Ayurveda ist eine Kombination aus Erfahrungswerten und Philosophie, die sich auf die für menschliche Gesundheit notwendigen physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte konzentriert.

Ayurveda ist heute das Ergebnis einer kontinuierlichen wissenschaftsgestützten Entwicklung eines eigenen Gesundheitssystems. Hier sind die Prinzipien, Theorien und Richtlinien eines gesunden Lebens und der Krankheitsbehandlung zusammengefasst. Gesundheit wird als dynamische Integration von Umgebung, Körper, Seele und Geist aufgefasst. Ayurveda legt großen Wert auf die Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Die Prävention beginnt mit der Geburt.

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